Presse zum Prozess um Entschädigung für Haasenburg GmbH

Die taz berichtet über den aktuell laufenden Prozess um Entschädigung für die Haasenburg GmbH:

  • Firma verklagt Land: Die Heimfirma Haasenburg klagt auf Entschädigung, weil ihre  Schließung vor zwölf Jahren als rechtswidrig gilt. Ehemalige Bewohner sind bestürzt.
    (taz, 3.3.2026)
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  • Haasenburg soll Millionen bekommen: 2013 wurden Haasenburg-Heime wegen drangsalierender Erziehungspraktiken geschlossen. (taz, 4.3.2026)
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Lesenswerte Rezension von „Jenseits des Kindeswohls“ erschienen

Der Kollege Manuel Essberger hat eine lesenswerte Rezension des jüngst erschienenen Bandes „Jenseits des Kindeswohls. Junge Menschen aus den Haasenburg-Heimen erzählen“ von Kaija Kutter und Michael Lindenberg verfasst. Sie ist in der aktuellen Ausgabe des FORUM für Kinder- und Jugendarbeit erschienen und kann hier nachgelesen werden: Zur Rezension.
Die Fachzeitschrift FORUM für Kinder- und Jugendarbeit kann über den Verband Kinder- und Jugendarbeit Hamburg e.V. (VKJH) bezogen und abonniert werden: Zur Homepage des VKJH

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„Jenseits des Kindeswohls“ – Buchvorstellung am 2.12.25 in der taz Kantine, Berlin

2013 wurden drei Haasenburg-Heime wegen drangsalierender Erziehungspraktiken geschlossen. Nun schildern ehemalige Heimkinder ihre Sicht in einem Buch und machen ihre Geschichten öffentlich.

Am Dienstag, d. 2.12.2025 um 19 Uhr wird das Buch „Jenseits des Kindeswohls“ in der taz Kantine, Friedrichstr. 21, 10969 Berlin vorgestellt.

Die Möglichkeit zur kostenlosen Anmeldung gibt es hier: https://taz.de/!vn6126644/

Nähere Informationen zum Buch und die Möglichkeit zur Bestellung sind hier zu finden: https://igfh.de/publikationen/fachbuecher/jenseits-des-kindeswohls

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Zum Zusammenwirken von Jugendhilfe und Kinder- und Jugendpsychiatrie in Hamburg

Anlässlich des Koalitionsvertrages der neuen Hamburger Regierung sowie der Entwicklung um „Casa Luna“ haben wir als Aktionsbündnis gegen geschlossene Unterbringung unsere bereits im Januar 2023 gemeinsam mit dem Arbeitskreis Kritische Soziale Arbeit Hamburg vorgelegten und u.a. im Landesjugendhilfeausschuss diskutierten alternativen Überlegungen und Vorschläge zum Zusammenwirken von Jugendhilfe und Kinder- und Jugendpsychiatrie in Hamburg aktualisiert.

Die Publikation kann hier als PDF-Dokument heruntergeladen werden.

Wir freuen uns über Rückmeldungen dazu per Mail an kontakt[at]geschlossene-unterbringung.de.

 

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Das System Doktor Michael Winterhoff

Ein in den Medien jahrelang gefeierter Buchautor und Kinderpsychiater, Michael Winterhoff, hat – fast unbemerkt von der Öffentlichkeit – ein Jugendhilfe- und Jugendpsychiatrie-System gefördert, das mit überwunden geglaubten Methoden Kinder jahrelang medikamentös ruhiggestellt und einem repressiven pädagogischen System ausgesetzt hat.

Erst durch die Recherchen von ARD, WDR und Spiegel wurde darüber kritisch berichtet. Erstmals konnten sich einige Herangewachsene zur Wehr setzen. Derzeit steht der Kinderpsychiater als Angeklagter vor dem Bonner Landgericht.

Charlotte Köttgen hat die bekannt gewordenen Fakten, die gestützt wurden durch ein Gutachten an dem C. Schrapper beteiligt war, in folgendem Beitrag zusammengefasst und bewertet.

[Artikel als PDF]

Charlotte Köttgen (August 2025)

„Warum unsere Kinder Tyrannen werden“ ist der Titel des Buches, das der Bestseller-Autor Michael Winterhoff[1] 2008 publiziert hat. Winterhoff war ein gefragter Gutachter für die Ju­gendämter, er behandelte junge Patient*innen, deren Eltern (bzw. Sorgeberechtigten), beriet Heime. Er war Gast in namhaften Talkshows[2], dort konnte er als gefeierter Sprecher wie ein Superstar seine Haltung gegenüber Kindern und seine pädagogischen Konzepte populär ma­chen. Er hielt Vorträge, zu denen die Massen strömten und bot Fortbildungen für Fachleute an. Weiterlesen

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„Freiheit darf man nicht präventiv entziehen“ (Thomas Trenczek in der taz vom 1.4.25)

Jurist über geschlossene Jugendheime
„Freiheit darf man nicht präventiv entziehen“

Eine längerfristige, geplante geschlossene Unterbringung von Jugendlichen hält Sozial- und Rechtswissenschaftler Thomas Trenczek für nicht zulässig.

Lesenswertes Interview in der taz vom 1. April 2025: https://taz.de/Jurist-ueber-geschlossene-Jugendheime/!6078119/

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Landgericht Kiel urteilt: Keine Entschädigung für Friesenhof-Betreiberin

Die taz berichtet am 18.2.2025, dass das Landgericht Kiel eine Klage der Inhaberin der früheren Friesenhof-Mädchenheime auf Entschädigung durch das Land Schleswig-Holstein abgewiesen hat: „Umstrittenes Heim in Schleswig-Holstein: Land muss Friesenhof-Chefin nicht entschädigen“. Der komplette Artikel von Kaija Kutter kann hier weiter gelesen werden:  https://taz.de/Umstrittenes-Heim-in-Schleswig-Holstein/!6067067/

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„Impulse für die Weiterentwicklung der Jugendhilfe in Thüringen“ am 28.11.2024

Das Thüringer Aktionsbündnis gegen Geschlossene Unterbringung, die Gedenkstätte Geschlossener Jugendwerkhof Torgau sowie der Kinderschutzbund Thüringen laden Sie herzlich zur gemeinsamen Veranstaltung „Impulse für die Weiterentwicklung der Jugendhilfe in Thüringen“ am 28.11.2024 ein.

An diesem Nachmittag möchten wir mit Ihnen und den eingeladenen Referent:innen über die aktuellen und politischen Entwicklungen in der Jugendhilfe nicht nur im Umgang mit sog. „Systemsprenger*innen“ sprechen. Zum Einstieg stellt Judith Feige vom Deutschen Institut für Menschenrechte (DIM) kurz die kinderrechtliche Perspektive auf freiheitsentziehende Maßnahmen dar und erläutert die entsprechenden Aktivitäten des DIM dazu. Anschließend erläutert Jesko Fuhrken das Projekt Port Nord in Bremen und wie dieses Projekt eine Alternative zur geschlossenen Unterbringung darstellen kann. Danach möchten wir den Blick auf Entwicklungen in Thüringen lenken. Stephanie Behrens (ASD Weimar) spricht über die Betreuung von Jugendlichen im eigenen Wohnraum im Kontext der Sozialraumorientierung in Weimar und Stefan Lenz von der Erfurter Jugendhilfestation Südost gibt Einblick in die ambulanten sozialräumlichen Hilfen vor Ort.

Danach wollen wir gemeinsam mit Ihnen offene Fragen klären und in einen Austausch kommen. Welche Aspekte aus den vorgestellten Konzepten könnten in anderen Teilen von Thüringen übernommen werden und welche weiteren Alternativen zur geschlossenen Unterbringung könnte es geben?

Wann: 28.11.2024 von 16:00 bis 18:00 Uhr

Wo: Theaterraum der Ernst-Abbe-Hochschule Jena

Wir freuen uns sehr über ein zahlreiches Erscheinen und einen angeregten Austausch zu dieser Thematik mit Ihnen!

Impulse_Veranstaltung28.Nov Jena.pdf

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Bei uns fliegst Du nicht raus! – Bericht von der Fachtagung zu „Port Nord“ am 24. Januar 2024

Über 150 Interessierte waren am 24. Januar in den Reimarus-Saal der Patriotischen Gesellschaft von 1765 gekommen, um sich mit der intensiv- und individualpädagogischen Jugendhilfeeinrichtung „Port Nord“ aus Bremen auseinanderzusetzen.

Helga Treeß begrüßte für den Arbeitskreis Kinder, Jugend und Bildung der Patriotischen Gesellschaft von 1765, Michael Lindenberg für das Aktionsbündnis gegen geschlossene Unterbringung und danach führte Sinah Mielich, ebenfalls aktiv im Aktionsbündnis, durch den Tag.

Zur Eröffnung berichteten Jesko Fuhrken und Dominic Nehues aus dem Team von „Port Nord“ über die Entstehungsgeschichte und die Arbeitsweise der Einrichtung. Anschließend stellte Reinhold Schone, der an der Evaluation der Einrichtung beteiligt gewesen ist, die zentralen Ergebnisse der Untersuchung vor.

Nach einer Pause wurden die Diskussionen in drei Workshops fortgeführt. Gabi Spieker und Michael Lindenberg diskutierten mit Träger-Vertretern über Möglichkeiten der Kooperation und aktuelle Projekte und Herausforderungen in der Jugendhilfe. Claudia Chodzinski von der Deutschen Gesellschaft für Soziale Psychiatrie (DGSP) e.V. thematisierte die Kooperation von Psychiatrie und Jugendhilfe. Thomas Zurborg und Sandra Küchler gingen in ihrem Workshop der Frage nach, wie die Maxime des „unbedingten Bleibens“ in der Praxis der Jugendhilfe realisiert werden kann.

Die Veranstaltung schloss mit einer angeregten Diskussion zwischen den Leitungen der Workshops und dem Publikum zu der Frage, welche Konsequenzen wir aus den Erfahrungen des Projekts Port Nord für die erzieherische Jugendhilfe in Hamburg ziehen können.

Die Präsentationen von Jesko Fuhrken und Dominic Nehues sowie von Reinhold Schone und Claudia Chodzinski sind hier abrufbar:

Für den Abschlussbericht der Evaluation der Wohngruppe PortNord siehe:
https://media.suub.uni-bremen.de/handle/elib/7024

Eine Aufzeichnung der Vorträge ist hier zu finden: https://lecture2go.uni-hamburg.de/l2go/-/get/l/7467

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Nachruf auf Wolfgang Rosenkötter

Am 19.01.2024 ist unser Mitstreiter Wolfgang Rosenkötter für alle überraschend verstorben. Wir trauern mit seinen Angehörigen!

Sein Engagement für die Rechte von Kindern und Jugendlichen hat nachhaltig gewirkt und viel(e) erreicht. So war er lange Jahre im Verein Beratungs- und Ombudsstelle für Kinder und Jugendhilfe in Niedersachsen (BerNi e.V.) aktiv und maßgeblich an der Konzeption und Durchführung des „Tribunals über die Verletzung von Kinderrechten in der Heimerziehung“ beteiligt. Wir werden daran anknüpfen und ihn in unserem Gedächtnis behalten!

Ein Nachruf auf Wolfgang Rosenkötter ist auf der Seite des BerNi e.V. veröffentlicht worden: https://berni-ev.de/uploads/Nachruf%20Wolfgang%20Rosenkötter.pdf

Für alle, die sich noch mit einem letzten Gruß von ihm verabschieden wollen, wurde eine Gedenkseite eingerichtet: https://trauer-gedenkseite.de/wolfgang-rosenkoetter/

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