Treffen des Hamburger Aktionsbündnis’ gegen geschlossene Unterbringung

Das Aktionsbündnis gegen geschlossene Unterbringung in Hamburg trifft sich ca. alle sechs Wochen (um 18h)

Nächstes: 30.03.2021, 18:00 Uhr, online, Zugang per Mail erfragen bitte.

Die Treffen (je nach Lage auch online) sind offen für Interessierte. Wir würden uns jedoch über eine Ankündigung per Mail freuen, der Ort wird noch bekanntgegeben.

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Anmerkungen zur geplanten Einrichtung “Klotzmoorstieg” in Hamburg (Hamburgische Gesellschaft für soziale Psychiatrie)

Wieder einmal beschließt die Politik in Hamburg, diesmal SPD und Grüne, dass eine geschlossene Einrichtung geplant werden soll, die zwischen Jugendhilfe und Jugendpsychiatrie angesiedelt wird.

Zu dem Projekt äußern sich Fachverbände kritisch, hier die hamburgische Gesellschaft für soziale Psychiatrie, e.v. (HGSP), Dr. Charlotte Köttgen, Jugendpsychiaterin.

Download der Stellungnahme als pdf. Auszug: “Eine interdisziplinäre, sozialräumlich orientierte Zusammenarbeit, wie die Arbeit der Koordinierungsstelle beim DPWV Hamburg ist längst eine überwiegend gelingende Praxis. Dieses Modell wäre vordringlich zu diskutieren.
Geeignete Hilfen, auch bei besonders Schwierigen, können mit Kooperation und Mut für jeden Einzelfall entwickelt werden.”

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Dokumente zum Tribunal

Dokumentation des Tribunals

Das Tribunal ist in einer Buchveröffentlichung ausführlich dokumentiert, die Anfang 2020 im Verlag Beltz Juventa erschienen ist:

Lea Degener | Timm Kunstreich | Tilman Lutz | Sinah Mielich | Florian Muhl | Wolfgang Rosenkötter | Jorrit Schwagereck (2020): Dressur zur Mündigkeit? Über die Verletzung von Kinderrechten in der Heimerziehung, Beltz Juventa, Weinheim Basel

Klappentext: Die Verletzung von Kinderrechten in der Heimerziehung wird gemeinhin als überwunden angesehen. Das in diesem Band dokumentierte Tribunal über die Verletzung von Kinderrechten, das im Herbst 2018 in Hamburg stattfand, zeigte jedoch das Gegenteil: Auch gegenwärtig werden systematisch Disziplinierungs- und Degradierungstechniken in Einrichtungen der Jugendhilfe angewandt.
Dieser Band dokumentiert die Aussagen von Betroffenen und Sachverständigen, analysiert Hintergründe und Dimensionen dieser Situation und diskutiert Schritte zu ihrer Überwindung.

Der Band ist gebunden und als eBook erhältlich.

Am 30.10.2018 fand im “Rauhen Haus” das Tribunal “Dressur zur Mündigkeit?” statt. Nachfolgend einige Dokumente dazu:

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Broschüre zu Erfahrungen mit Geschlossener Unterbringung und freiheitentziehenden Maßnahmen in Jugendhilfe und Psychiatrie erschienen

Kinder und Jugendliche können in Deutschland auf der Grundlage des § 1631 b BGB geschlossen untergebracht werden und erfahren Freiheitsentziehung in stationären Einrichtungen der Heimerziehung. Sowohl die geschlossene Unterbringung als auch freiheitsentziehende Maßnahmen in der Kinder- und Jugendhilfe bedürfen aufgrund ihrer erheblichen Grundrechtsrelevanz seit der Reform des § 1631b BGB im Jahr 2017 der familiengerichtlichen Genehmigung. Die im Jahr 2017 erfolgte Aufnahme der freiheitsentziehenden Maßnahmen als Absatz 2 der Norm hatte u.a. die Ziele, die Eltern zu entlasten, diese Maßnahmen unter familiengerichtliche Kontrolle zu stellen sowie sie zu verkürzen, um so Kinder und Jugendliche vor ungerechtfertigten Maßnahmen zu schützen.

Dreizehn junge Menschen aus mehreren Bundesländern, die eigene Erfahrungen mit dem Thema haben, haben in drei Wochenend-Workshops ihre Erfahrungen mit Geschlossenheit und Freiheitsentzug ausgetauscht. Sie haben die reformierte Rechtslage diskutiert und Möglichkeiten zusammengetragen, wie Beteiligung und Beschwerde in Jugendhilfe und Psychiatrie trotz Freiheitsentziehung eingefordert und gelebt werden können. Erfahrene Sozialpädagog*innen und Jurist*innen des Kinder- und Jugendhilferechtsvereins e.V. haben die jungen Menschen auf diesem Weg begleitet. Herausgekommen ist eine Broschüre zum Thema, die die jungen Menschen selbst verfasst haben.

Die Broschüre lässt sich hier downloaden und bestellen: https://freiheitsentzug.info/geschlossene-unterbringung/broschuere-bestellen/

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Treffen der Regionalgruppe Hessen am 16.03.2021

Das nächste Treffen der Regionalgruppe Hessen findet am 16.03.2021 um 17 Uhr statt.

Wir werden uns online treffen.

Die Zugangsdaten bekommen Interessierte gern auf Anfrage unter der E-Mail Adresse hessen (at) geschlossene-unterbringung.de

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Heimerziehung und Kritische Soziale Arbeit – Strategien gegen Geschlossene Unterbringung (Vortrag 19.01.2021)

Referent Prof. Dr. Friedhelm Peters (FH Erfurt) im Januar 2021: Der Rückblick auf die Entwicklung geschlossener Unterbringung in der Kinder- und Jugendhilfe und der sie begründenden Diskurse zeigt, dass Geschlossene Unterbringung (GU) dysfunktional ist bezogen auf die (Weiter-)Entwicklung der Kinder- und Jugendhilfe. Außerdem verstößt sie gegen die UN-Kinderrechtskonvention/Kinderrechte. Es gibt Alternativen und gute Gründe, GU (endlich) abzuschaffen, auch wenn der disziplinäre (und politische) Streit um sog. „Systemsprenger*innen“ noch anhält.

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Stellungnahme zum Hamburger Koalitionsvertrag „Jugendhilfe und Jugendpsychiatrie“

Stellungnahme der Hamburgischen Gesellschaft für soziale Psychiatrie e.V. (Sept. 2020) zu der im Hamburger Koalitions-Vertrag formulierten gemeinsamen Einrichtung aus Jugendhilfe und Psychiatrie.

Auszug: “Wie die Koalitionäre zu Recht feststellen, ist die beim Paritätischen Wohlfahrtsverband Hamburg angesiedelte Koordinierungsstelle durchaus ein fachlich qualifiziertes Modell für die individuelle Hilfeplanung. Mit diesem Modell kann auch jenen, die von Abschiebung nach außerhalb oder in die Kinder- und Jugendpsychiatrie bedroht sind, eine dem Einzelfall und den besonderen Bedarfen entsprechende individuelle Hilfeplanung ermöglicht werden. Dies Modell lässt aber keineswegs den Schluss zu, wie im Koalitionsvertrag formuliert, dass eine gemeinsame Einrichtung aus Jugendhilfe und Psychiatrie diesen Jugendlichen gerecht werden könne. – Derartige „Institutionelle Lösungen“ führten in Hamburg wiederholt in eine Sackgasse, …

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Offener Brief SOAL zu den Planungen einer Einrichtung in Kooperation von Jugendhilfe und Jugendpsychiatrie in Hamburg

„Der alternative Wohlfahrtsverband SOAL hat am 06.11.2020 einen offenen Brief zu den Planungen einer Einrichtung in Kooperation von Jugendhilfe und Jugendpsychiatrie in Hamburg veröffentlicht: „Kinder brauchen kein sicherndes, sondern ein verstehendes Umfeld“. Diesem schließen wir uns an und stellen ihn hier ein…

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Prof. Dr. Nicole Rosenbauer in der öffentlichen Anhörung der Kinderkommission (KiKo) des Deutschen Bundestags am 16.12.2020: „Freiheitsentziehende Unterbringung abschaffen“

Prof. Dr. Nicole Rosenbauer hat für das Bundesweite Aktionsbündnis gegen Freiheitsentzug und geschlossene Unterbringung am 16.12.2020 in der öffentlichen Anhörung der Kinderkommission (KiKo) des Deutschen Bundestags Stellung beziehen können. Unter diesem LINK findet einen Text und eine Aufzeichnung/ein Video der Sitzung:

https://www.bundestag.de/dokumente/textarchiv/2020/kw51-pa-kiko-806478

„Freiheitsentziehende Unterbringung abschaffen“

“Um das Hilfe-System für Kinder und Jugendliche zu verbessern, die nicht bei ihren Eltern wohnen können, brauche es in der Heimbetreuung mehr und besser qualifiziertes Personal, sagte Prof. Dr. Nicole Rosenbauer vom Bundesweiten Aktionsbündnis gegen Freiheitsentzug und geschlossene Unterbringung. Man verfüge in der Sozialpädagogik mittlerweile über ein ausgereiftes fachliches Instrumentarium, um zu einem differenzierten Fallverständnis zu kommen und Kindern die für sie passende Hilfe zukommen zu lassen.

Rosenbauer unterstrich außerdem die Forderung des Aktionsbündnisses nach einer Abschaffung der freiheitsentziehenden Unterbringung. Die Kinder würden dort entwürdigende und angstauslösende Maßnahmen erfahren und über ihre Aufenthaltsdauer im Heim hinaus unter den Spätfolgen leiden. Außerdem: Geschlossene Systeme seien anfällig für Machtmissbrauch. Die freiheitsentziehende Unterbringung sei „ein Irrweg“, lasse sich nicht humanisieren oder reformieren, sondern nur abschaffen. Das Versorgungssystem biete viele andere Möglichkeiten, Kinder und Jugendliche in offenen Strukturen, in Freiheit, zu betreuen und zu versorgen.”

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Erstes Treffen der „Regionalgruppe Hessen“ am 11.12.2020

Am Freitag, den 11. Dezember 2020 hat sich in Frankfurt die „Regionalgruppe Hessen“ unseres Bündnis gegen Geschlossene Unterbringung konstituiert.

Das nächste Treffen wird am 01.02.2021 um 16 Uhr stattfinden. Das Treffen wird online stattfinden.
Personen, die interessiert am Aufbau der „Regionalgruppe Hessen“ sind und mitarbeiten wollen, können sich gern unter hessen(at)geschlossene-unterbringung.de (Anstelle von “[at]” ist das Zeichen “@” einzusetzen.) melden. Die Zugangsdaten zum Onlinetreffen folgen.

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VERSCHOBEN! Zwang ist kein Schutz. Gegen Geschlossene Unterbringung in der Jugendhilfe – eine Veranstaltung (nun im Sommer/Herbst 2021) in Jena

Unsere für den 2. Februar 2021 in Jena (s.u.) angekündigte Veranstaltung „Zwang ist kein Schutz“ mussten wir leider angesichts der aktuellen Pandemiesituation auf den Sommer/Herbst verschieben.

Alle, die sich aber jetzt schon für unsere Arbeit interessieren oder sich engagieren wollen, laden wir ein sich mit uns in Verbindung zu setzen (s.u.).

Geschlossene Heime sind keine Lösung … und doch werden nach wie vor Kinder und Jugendliche gegen ihren Willen eingesperrt – auch in Thüringen. Geschlossene Unterbringung
ist nicht nur eine Verletzung von Menschen- und Kinderrechten, sie widerspricht auch allen fachlichen Prinzipien einer inklusiven und subjektorientierten Kinder- und Jugendhilfe.

Wir – das Aktionsbündnis gegen Geschlossene Unterbringung in Thüringen – streiten dafür, die Geschlossene Unterbringung ersatzlos abzuschaffen. Erziehung ist nur in Freiheit möglich.

Geplantes Programm (nun im Herbst 2021):

14.30 Uhr Impulsvortrag Friedhelm Peters
15.00 Uhr „Dressur zur Mündigkeit“ Buchvorstellung und Film Timm Kunstreich
16.00 Uhr Pause
16.20 Uhr Statements von Akteur*innen des Thüringer Netzwerks gegen GU
16.30 Uhr Stimmen aus dem Publikum
17.30 Uhr Ende der Veranstaltung

Kontaktadresse:
gguth (at) posteo.de
Eine Veranstaltung des Thüringer Aktionsbündnisses gegen Geschlossene Unterbringung in Kooperation mit der Initiativgruppe Geschlossener Jugendwerkhof (GJWH) Torgau I Trägerverein der Gedenkstätte GJWH Torgau

Weitere Infos folgen, bzw. finden Sie im Flyer

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