Lehrkräfte und Studierende des Departments Soziale Arbeit an der HAW Hamburg: Initiative gegen eine Geschlossene Unterbringung

Die Geschlossene Unterbringung in der Einrichtung Haasenburg ist gescheitert. Der Betrieb in Brandenburg in den in den letzten Jahren etwa 50 Hamburger Kinder und Jugendliche eingewiesen wurden, wird aufgrund eklatanter Missstände eingestellt. Auch in Hamburg scheiterte das Projekt Geschlossene Unterbringung in der Feuerbergstraße, die im Jahre 2003 wieder in Hamburg eingeführt wurde, aufgrund unhaltbarer Zustände im Jahre 2008 geschlossen wurde.

In „Freiheitsentziehende Maßnahmen“ der Jugendhilfe lautet ein leitendes erzieherisches Prinzip Anpassung, was in Folge eine dauerhafte Kontrolle auslöst. Kinder und Jugendliche werden durch den Einschluss systematisch gedemütigt, ihr Selbstwertgefühl angegriffen. Unterordnung, Zwang und Disziplinierung werden als Erziehungshilfe legitimiert. Es geht eindeutig um das Wegsperren, aus Angst, die Kinder und Jugendlichen könnten die öffentliche Sicherheit gefährden. Weiterlesen

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FORUM für Kinder- und Jugendarbeit: „Gefährdung eingeschlossen?“

In der aktuellen Ausgabe des FORUM für Kinder- und Jugendarbeit (Ausgabe 3/2013) sind eine Reihe lesenswerter Artikel zum Thema „Geschlossene Unterbringung“ erschienen, auf die wir hiermit hinweisen möchten:

Cover-3-2013Die öffentliche Delegitimierung der GU ist noch nicht in Sicht
Ein Gespräch zwischen Timm Kunstreich und Dorothee Bittscheidt

„Eine Schande für unseren Berufsstand …“ Bringt der Haasenburg-Skandal Bewegung in die Jugendhilfe?
von Manuel Essberger

Geschlossene Heime schließen – Gegen eine auf Entmündigung setzende Pädagogik der Umerziehung
von Werner Thole

„Abolish GU“ – Geschlossene Unterbringung – ein Fall für den Abolitionismus
von Maria Kalde

Die Zeitschrift FORUM für Kinder- und Jugendarbeit wird vom Verband Kinder und Jugendarbeit Hamburg e.V. herausgegeben. Informationen zum Abonnement sind hier zu finden: http://vkjhh.de/index.php?id=34.

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Abendblatt: Parteien streiten über Plan für geschlossenes Jugendheim

Die Ankündigung von Hamburgs Sozialsenator Detlef Scheele, ein geschlossenes Heim für jugendliche Intensivtäter einzurichten, sorgt für heftige Reaktionen. Grüne und Linke sehen den Senator auf einem Irrweg. mehr

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Bericht und Empfehlungen der unabhängigen Kommission zur Untersuchung der Einrichtungen der Haasenburg GmbH

Beauftragt am 03.07.2013 von Dr. Martina Münch,
Ministerin für Bildung, Jugend und Sport
des Landes Brandenburg
Vorgelegt am 30.10.2013 in Potsdam
Spannend ist die juristische Entwicklung, wenn man sich das Urteil der Cottbusser Richter vom VG Cottbus 3. Kammer ansieht, vor denen die Haasenburg GmbH krachend gescheitert war. Es ist vom 13. Januar 2014 und öffentlich einsehbar.
Das Urteil liest sich wie eine Kurzfassung des Endberichtes der unabhängigen Kommission zur Untersuchung der Einrichtung der Haasenburg GmbH.
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„Kooperationspool Familienrechtliche Geschlossene Unterbringungen in Hamburg“ (M. Lindenberg, T. Lutz)

Überlegungen zu Organisation, Grundsätzen und Verfahren zur Vermeidung von Geschlossener Unterbringung in Hamburg

Prof. Dr. Michael Lindenberg und Prof. Dr. Tilman Lutz, Ev. Hochschule für Soziale Arbeit & Diakonie für das Aktionsbündnis gegen Geschlossene Unterbringung, Oktober 2013

[Download als PDF-Dokument]

Ausgangsüberlegung: keine neue Hilfeform im Vorfeld der Geschlossenen Unterbringung

Bei unseren Überlegungen lassen wir uns von zwei Grundgedanken leiten: Erstens, die Verantwortung für Kinder und Jungendliche, bei denen eine Geschlossene Unterbringung erwogen wird, bleibt nicht nur hinsichtlich der Beantragung und Bewilligung, sondern auch im Blick auf die Durchführung der Hilfe in der Verantwortung der Stadt Hamburg. Zweitens, die zweifellos vorhandene Last dieser Verantwortung wird auf mehrere Schultern, d.h. Akteure und Träger verteilt.

Auf dieser Grundlage kann es eine Alternative zur Geschlossenen Unterbringung nicht in dem Sinne geben, eine weitere oder neue Hilfe im Vorfeld der Geschlossenen Unterbringung auf die Perlenkette der erzieherischen Hilfen aufzuziehen, die dann die Geschlossene Unterbringung verhindert. Dieses Denken in Organisationen führt nicht zu einer Alternative, sondern nach unserer Überzeugung lediglich zu einer Ausweitung der Hilfen und dann für viele junge Menschen doch in die Geschlossene Unterbringung, möglicherweise mit einer gewissen Zeitverzögerung. Entsprechend orientieren wir unseren Verfahrensvorschlag, nicht zuletzt aus Respekt vor den Kollegen und Kolleginnen, die in den Erziehungshilfen täglich in der Arbeit mit Jugendlichen stehen und es viel besser wissen als wir, auch nicht an Vorschlägen zur Ausgestaltung der Hilfen selbst. Das steht uns nicht zu, aber Verfahrensüberlegungen für den Fall, dass ein Hamburger Familiengericht eine Geschlossene Unterbringung genehmigt hat bzw. das zuständige Jugendamt oder die Personensorgeberechtigten dies beantragen, wollen wir mit folgenden Anregungen zum weiteren Nachdenken beitragen: Weiterlesen

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netzwerkB: netzwerkB spricht sich gegen die Geschlossene Heimunterbringung aus

In Deutschland gibt es etwa 400 Plätze in Einrichtungen verschiedener Träger für eine Geschlossene Heimunterbringung von Kindern und Jugendlichen. Es handelt sich dabei um Freiheitsentzug. mehr

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Die LINKE Hamburg: Wer wird hier vorgeführt? Ein Bericht zum Besuch der Einrichtung Neuendorf der Haasenburg GmbH

DIE LINKE Hamburg | Cansu Özdemir, Ronald Prieß, 27.08.2013

Vier VertreterInnen der Haasenburg empfingen die Delegation des Familienausschusses und führten diese über das große Gelände, das sehr abgelegen mitten im Spreewald in Brandenburg liegt. Ziel des Besuchs aus Sicht der Fraktion DIE LINKE war eine kritische Auseinandersetzung mit dem Konzept der Haasenburg und dem Umgang der Haasenburg mit der Kritik daran. Außerdem wollten wir vertrauliche Gespräche mit in Hamburger Verantwortung untergebrachten Kindern und Jugendlichen führen und uns mit einer Besichtigung der Räumlichkeiten der Haasenburg ein grobes Bild von der Einrichtung machen.

Empfangen wurden wir von der Standortleitung der Haasenburg GmbH, einer Sporttherapeutin, einem Zuständigen für das Qualitätsmanagement und einer Psychotherapeutin. Die Haasenburg-VertreterInnen waren bemüht, den Eindruck einer ganz normalen Einrichtung zu vermitteln. Ihre zentrale Aussage: „Wer hier fliehen will, der schafft das auch. Wir sind kein Hochsicherheitstrakt.“ Auf Nachfragen berichteten sie uns von „freiheitsentziehenden Maßnahmen“. Als solche bezeichneten die VertreterInnen das Abschließen der Außentür der Gebäude, in denen sich die Kinder und Jugendliche befinden oder aber auch das ständige Begleiten in der Einrichtung und auf dem Gelände von neu angekommen Kindern und Jugendlichen. Die Türen der Zimmer der Jugendlichen selbst seien geöffnet. Nur bei Eigen- und Fremdgefährdungen würden Jugendliche „begrenzt“, wie auf Neudeutsch das Zubodenbringen der Jugendlichen genannt wurde. Danach fänden Fallanalysen statt, in den die Fachkräfte ihr Verhalten reflektierten. Die Frage, was passiert, wenn die Kinder und Jugendlichen die geöffnete Tür ohne Erlaubnis passieren, wurde allerdings nicht beantwortet. Genauso wurde ausweichend auf weitere kritische Fragen zu diesem Themenkomplex reagiert. Weiterlesen

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Ver.di Hamburg: Aufforderung an Senator Scheele, die Jugendlichen aus den Haasenburg-Heimen rauszuholen

Juli 2013 | Ver.di Hamburg | Sieglinde Frieß

Aufforderung an Senator Scheele, die Jugendlichen aus den Haasenburg-Heimen rauszuholen

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

Ich habe dazu folgendermaßen argumentiert:

„Egal wie unterschiedlich die Einschätzungen sein mögen, aber wir wissen, dass hinter den Darstellungen der Betroffenen und Beschäftigten immer ein Stück Wahrheit steckt – und aus meiner Sicht ist dies ausreichend – um sofort den Rückzug der Jugendlichen einzuleiten.

Ich bin mir auch sicher, dass es für dies Herausnahme der Jugendlichen Zwischenlösungen geben wird, bis eine endgültige Entscheidung getroffen werden kann.

Die Jugendlichen brauchen Ihre Parteinahme, denn die Erfahrungen der Vergangenheit mit anderen Heimen zeigen, wie notwendig es ist, Hilfen in Not zu finden, um nicht langfristige Schäden zu verursachen. Weiterlesen

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Erklärung des ver.di-Fachgruppenvorstands SKJ Berlin: Freiheitsentziehende Jugendhilfe-Maßnahmen überprüfen

Freiheitsentziehende Jugendhilfe-Maßnahmen überprüfen

Medienberichten zufolge soll es beim privaten Jugendheimbetreiber Haasenburg GmbH in Brandenburg zu massiven Menschenrechtsverletzungen gekommen sein. Es wird von tagelangen Fixierungen, Knochenbrüchen und Misshandlungen berichtet.

Zur Klärung dieser Vorwürfe hat das Brandenburger Bildungsministerium eine Untersuchungskommission eingerichtet, die bis Ende 2013 die erhobenen Vorwürfe klären soll. Weiterlesen

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Pressemitteilung der Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration zur Aufsichtskommission (24.07.2013)

Senator Scheele beruft Aufsichtskommission für Jugendheime mit geschlossener Unterbringung

Senator Detlef Scheele hat die Aufsichtskommission für die geschlossene Unterbringung wieder eingesetzt und neue Mitglieder berufen. Weiterlesen

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