August 2001 | Prof. Dr. Christian Schrapper
Überarbeitete Fassung des Festvortrages anlässlich dem 25-jährigen Jubiläum des Heidehaus am 17.8.2001 in Neuwied
Download als doc-Dokument unter http://www.vpk.de/documents_public/schwierige_kinder.doc
Die Frage danach, was man mit ‚besonders schwierigen‘ jungen Menschen tun soll, bewegte die öffentlichen Erzieher solange es diese Aufgabe als staatlich organisierte Veranstaltung gibt. Die Antworten der letzten 200 Jahre variieren zwischen
- besonderer Zuwendung, früh bei Pestalozzi und seinen Kriegswaisen in Stanz (um 1799), später bei Karl Wilker und seinen „Anstaltszöglingen“ im Lindenhof bei Berlin (1919-21) oder 1969/70 in den ersten Jugendwohnkollektiven, wissenschaftlich begründet u. a. durch Klaus Mollenhauer,
- und harter Disziplin, Bestrafung und Aussonderung in den Fürsorge- und Erziehungsanstalten, die aus den Zucht- und Arbeitshäusern hervorgegangen sind.
Trotz einer Vielzahl engagierter und erfolgreicher Alternativprojekte, die auch in den letzten zwanzig Jahren zeigen wollten, dass „es ohne geschlossene Unterbringung geht“ , sind die Schilderungen der Ohnmacht und Hilflosigkeit professioneller Pädagoginnen und Pädagogen gegenüber Kindern, die ‚besondere Schwierigkeiten machen‘, nicht verstummt. Eindrucksvoll hat Jürgen Blandow, vor dem Hintergrund der Auseinandersetzungen um das erlebnispädagogische Alternativprojekt in Kuttula (Finnland), die „Stricke und Fallen der postmodernen Jugendhilfe“ an einer aktuellen Jugendhilfekarriere analysiert. Weiterlesen →